• Stolli

Kilimanjaro Besteigung 2014

Aktualisiert: Aug 12

REISETAGEBUCH KILIMANJARO BESTEIGUNG - KIKELEWA (RONGAI) ROUTE

24. Januar 2014 - 30. Januar 2014



Warum Kilelewa (Rongai) Route?


Vorteile:

1.       Relativ wenig belaufen (bis auf Gipfeltag, da gemeinsam mit Marangu Route)

2.       Regenwahrscheinlichkeit geringer (2 Nächte Regen, 1 Nacht Schnee)

3.       Chance Tiere (Elefanten, Columbus Affen, Büffel) auf den ersten beiden Etappen zu sehen (bei mir leider nicht der Fall, vielleicht war die persönliche Duftnote am Anfang noch zu frisch)

4.       Hin-und Rückweg (Marangu) über verschiedene Route


Nachteile:

1.       Lange Anfahrt zum Gate (3-4 Stunden)

2.       Keine Möglichkeit zur Hüttenübernachtung (evtl. auch Vorteil, da man im eigenen Zelt nicht gestört wird)

3.       Etwas schlechtere Akklimatisation als andere Routen (evtl. Zusatzübernachtung am Mawenzi Tarn Hut oder dort zusätzliche Wanderung über den Kamelrücken wie bei mir

→ Buchung über den Veranstalter Moja Travel (Ansprechpartnerin Natascha Dimmig)

→ Reisezeit Ende Januar da die Wahrscheinlichkeit "trockenen Fußes" Berg zu besteigen sehr groß

→In den letzten 6 Monaten vor Abflug Steigerung des Ausdauertrainings (Joggen) um 100%, zusätzlich regelmäßige Wanderungen in Mittelgebirgen


24. Januar 2014 - Ankunft

Ankunft am Kilimanjaro Airport, 1 Fahrer von Mauly Tours holt mich pünktlich vom Flughafen ab und bringt mich zumParkview Inn Hotel in Moshi.

Die Anlage ist gepflegt, das riesige Zimmer ist sauber und gut ausgestattet.

Gegen 9:30 Uhr gehe ich mit meinem Guide GoodLuck (bei dem Namen kann doch nix schiefgehen) zum Briefing in das Büro von Mauly Tours, hier wird detailliert die Route erläutert, vorhandene Ausrüstung sowie evtl. Allergien / Unverträglichkeiten / Essenswünsche abgeklärt.

25. Januar 2014 – Tour Start

9 Uhr Abholung vom Hotel, anschließend kurze Instruktion im Tour Büro, pro Person werden 3 Liter Wasser zur Verfügung gestellt

Im Bus wartet bereits mein Team für die nächsten Tage, außer meinem Guide GoodLuck, der Koch Peter, Waiter Osman sowie die Porter Abdul, David und Togolai.

Wir begeben uns auf die ca. 3-stündige Anfahrt, unterbrochen von Einholung Permit am Marangu Gate, kurzer Lunchpause in ruhigem grünen Innenhof sowie Provianteinkäufen.



Am Rongai Gate dann die lange Prozedur des Wiegens und Verteilen der Lasten auf die Porter, gegen 14:30 Uhr Uhr Abmarsch (größtenteils auf Wanderwegen, teilweise Geröll), die Steigung von 1950 Meter auf 2625 Meter verläuft gleichmäßig.


Sind der Guide und ich zu schnell oder die Porter zu langsam, wir sind auf jeden Fall zuerst am Simba Camp, nach ca. 1 Stunde sind die Zelte aufgebaut und pünktlich regnet es von Zeit zu Zeit.

Zur Begrüßung im Camp, natürlich nach dem Registrieren beim Range, gibt es gesalzenes Popcorn (daran kann man sich gewöhnen) und heiße Getränke



26. Januar 2014 – Tag 2

Heutiges Ziel ist das Kikelewa Camp auf knapp 3700 Meter, Wecken um 7 Uhr, Frühstück 7:30 Uhr, Abmarsch8 Uhr, wir sind ja nicht im Urlaub oder?

Zum Frühstück gibt es frisches Obst, Toast & Porridge (Haferschleim klingt schlimmer, schmeckt aber auch nicht schlechter/besser;-) ).



Der Weg zieht sich bis zum Mittagsrastplatz auf 3450 Meter an der Second Cave relativ gleichmäßig bergauf und lässt sich gut laufen, die restliche Strecke geht stetig auf und ab über Geröll, größere Lavabrocken, Moor-und Heideland und bietet schöne Blicke bis Kenia,






gegen 15 Uhr sind wir am Camp,  wie üblich stehen Popcorn, Kaffee & Tee  parat.

Das Kikelewa Camp liegt wunderschön mit weitem Blick über Kenia und bietet die üblichen „sanitären“ Anlagen und besseren Mobilfunk als zu Hause ;-)



Leider regnet es seit dem späten Nachmittag ohne Unterlass, daher heißt es ab ins Zelt.

Dinner war wie immer sehr gut, Kürbissuppe, Beef-Gemüsesauce mit Reis und grünen Bohnen sowie Mangos und wie immer von der Menge her so umfangreich, dass ich nicht mal die Hälfte schaffe, unser Waiter Osman schaut immer ganz ungläubig wenn ich ihm sage das es mir geschmeckt hat.

27. Januar 2014 – Tag 3

Heute geht es zum Mawenzi Tarn Camp auf 4300 Meter, der Morgen ist noch sehr kühl aber sonnig, Mawenzi & Kibo strahlen um die Wette.

Frühstück, wie üblich, um 7:30 Uhr (Porridge, Omelette, Würstchen, Toast und Papaya), lecker!

Wir starten gegen 8:30 Uhr, der Weg zieht sich in Serpentinen dem Ziel entgegen, nach einer letzten Anhöhe läuft man direkt auf den See unterhalb dem verschneiten Mawenzi zu, noch die übliche Registrierung (wichtiges Gesicht machen nicht vergessen) und schon steht das Zelt parat.









Lunch besteht heute aus Hühnchen, Pommes, Rohkostsalat sowie Mango und Ananas, unser Koch Peter zaubert jeden Tag schmackhaftes Essen.


14 Uhr starten GoodLuck und ich zu einer Akklimatisationstour, auf der wir in kürzester Zeit 200 Meter auf den Camel Back aufsteigen, die Bodenbeschaffenheit und Steigung ist vergleichbar dem Gipfelsturm (motiviert mich das ;-) ),






nach knapp 40 Minuten erreichen wir das Camp, relaxen bis 16 Uhr bis Popcorn, Nüsse und heiße Getränke rufen.

Dinner bereits um 18:30 Uhr da es hier im Camp sehr kalt wird, heute verwöhnt mich Peter mit Kartoffelsuppe, Pancakes, Pasta mit vegetarischer Sauce und Ananas.

Es geht früh in den Schlafsack, mit diversen Kleidungsschichten, brrrr, eine Zwiebel ist nichts gegen mich.

28. Januar 2014 – Tag 4

Der große und lange Tag beginnt, das heutige Ziel Kibo Hut liegt auf 4700 Meter (Netto 370 Meter – Brutto 600 ↑ / 230 ↓Meter), Wake-up wie immer 7 Uhr (wenn ich doch nur schlafen könnte), 7:30 Uhr Frühstück und zeitiger Abmarsch, es heißt so früh wie möglich dort zu sein um Kräfte für den Gipfelsturm zu sammeln.






Nach einem kurzen Anstieg ein toller Anblick vom Kibo, getrennt nur durch den Sattel, dieser sieht zwar flach aus, zieht sich aber gleichmäßig bis zur Kibo Hut, auf dem Weg wird man ordentlich durchgepustet. Unterwegs die Trümmer  eines 2008 abgestürzten Kleinflugzeugs.






Wir sind so gegen 11:30 Uhr am Ziel, nach der üblichen Registrierung steht das Zelt an einem geschützten Platz bereit, relaxen bis zum Lunch um 13:30 Uhr, dieser besteht aus Gurkensuppe, Hühnchen, überbackenem Toast, gebackenen Bananen und einem Muffin, muss ich erwähnen, dass es zu viel war?